Infothek
Hier geben wir dir ein paar Tipps und Anleitungen zum indianischen/schamanischen Räuchern:
Zur Geschichte
Indianische Stämme (jeder Herkunft) haben schon immer den Rauch verschiedener heiliger Pflanzen benutzt, um eine direkte Verbindung mit den jeweiligen Energien etc. zu schaffen. Das gebräuchlichste hierbei ist und war der weiße Salbei. Ob lose oder als Bündel (Smudge Stick, zwischen 20 und 30 cm lang, gebunden) diente es der Reinigung sowie als Opfergabe bei allen möglichen Ritualen. Besonders bei der Visionssuche wurde der weiße Salbei als Opfer dargebracht. Es dient aber auch der Körperreinigung (Energiereinigung) und gleichzeitig um über den Rauch die direkte Verbindung mit den Göttern und Mutter Erde herzustellen.
Vielfach wird der weiße Salbei auch bei Festen und Ritualen direkt dem Feuer (die zentrale Versammlungsstelle) zugeführt, wo er über das Licht und die Flamme direkten Kontakt zu Wakan Tanka (Höchste Gesamtheit) herstellt.
Gleichbedeutend wie der weiße Salbei (Salvia Apiana) ist Süßgrass. Er wird benutzt um die guten Energien zu festigen. Süßgrass (Indianerzopf) wird meist geflochten und verströmt einen süßlichen, leicht nach Vanille duftenden, Geruch. In Europa (Kelten) auch als Freya-Grass bekannt. Neben dieser Bezeichnung existiert auch noch der Name "Mariengrass". Süßgrass wird hierbei direkt entzündet und durch die jeweiligen Räume geführt.
Wie beim Salbei wird auch Süßgrass bei Zeremonien und Ritualen nicht im Zopf, sondern direkt im Feuer geopfert.
Besonderes Augenmerk gilt dem Kinnick. Ein Pflanzentabak aus verschiedensten Kräutern und Wurzeln, welches traditionell in der Heiligen Pfeife, auch bekannt als Friedenspfeife (ist jedoch eine gänzlich falsche Bezeichnung) geraucht wird. Große Zeremonien, besonders das Schwitzhütten-Ritual, wird immer mit Kinnick vollzogen. Viele Schamanen Nordamerikas (gemeinhin als Lakotas bekannt) schwören darauf bei Visionsreisen.
Ab hier trennen sich die Wege von Nord- und Südamerika. Die Inka und Maya verwendeten neben obigen Räucherkräutern noch etwas besonderes: Das Heilige Holz (Palo Santo). Es diente dem höchsten Schutz und der direkten Verbindung nach ganz oben (dem Namenlosen Einen).
Neben den bisher erwähnten Räucherstoffen gibt es noch eine Vielzahl verschiedenster Kräuter und Wurzeln, welche von den diversen Stämmen Nord- und Südamerikas verwendet werden. Alle hier aufzuführen würde die Gunst des Lesens vernichten...
Körperräucherung (eigen): Am besten eignet sich hierfür der weiße Salbei. Entzünde den Smudge Stick und hülle dich in dessen Rauch ein. "Salbe" dich mit der rechten Hand überall ein. Vergiß dabei nie dich bei allem dafür zu bedanken! Dankbarkeit und Demut ist die Grundlage für alles.
Reinigung von Gegenständen und anderen Personen: Hierfür ist eine Räucherfeder von Vorteil. Such dir die Feder nach der Energie, die diese trägt, aus (suchst du zB. mehr Focus solltest du eine Falkenfeder wählen usw.). Fächere den weißen Salbei um den ganzen Gegenstand bzw. um die ganze Person, bei den Füßen beginnend. Alles was du machst, geh mit der Zeit, also im Uhrzeigersinn. Bei Personen empfiehlt es sich, das ganze mit Süßgrass zu wiederholen.
Beim Räuchern empfiehlt es sich, alles Elektrische abzuschalten (Licht, Fernseher etc.), Kerze(n) aufzustellen, und Ruhe und Zeit eins werden zu lassen. Wer betet, hat hier die beste Gelegenheit dazu.
Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Welt der indianischen Räucherung. Solltet ihr weitere Fragen haben, so stellt sie mir. Ich werde sie gerne beantworten. Hierzu mailt mir einfach unter info@black-wolf.at